Alpauffahrt

Am Samstag 5. Juni sind die ersten Tiere auf der Alp Bärlaui eingezogen, Schafe und Rinder geniessen nun die frischen Alpenkräuter. Im Laufe der nächsten Woche werden die restlichen Vierbeiner folgen

Frühling?

23. Mai; das nass-kalte Wetter hält an. Mindestens 2mal die Woche fallen Schneeflocken bis zur Hütte. Feuerholz wird gespalten, Schweinestall hergerichtet, Hütte geputzt, Werkstatt aufgeräumt. Irgendwann geht uns die Schlechtwetterarbeit aus und draussen wartet so viel Arbeit auf uns. Jeder noch so kurze Sonnenstrahl wird genutzt um zu zäunen oder den unbeliebten Brennesseln den gar aus zu machen.


Freunde trotzten der Nässe, kommen wann immer möglich vorbei und packen mit an. Wir sind dankbar für die Unterstützung. Pfähle werden gesägt, Tannen zurück geschnitten, der Boden in der Ferienwohnung wird neu verlegt und auch die Gemütlichkeit kommt nicht zu kurz. 


An einigen der wenigen Sonnentage baggert Reto mit Walter den Weg zu uns frei, er wurde im Winter verschüttet. Doch so schnell wie geplant gehts nicht vorwärts. Es braucht weitere  kräftige Hände, die mit anpacken.

Eingezogen

Bahn geladen
Bahn geladen

Trotz nasskaltem Wetter haben wir am 6. Mai zu Hause unsere Türen verriegelt, sämtliches Material auf die Transportbahn am Wägitalersee geladen und uns auf den Weg in unsere Sommerresidenz gemacht.


Der Schnee ist noch nahe und draussen bitterkalt. Doch schnell haben wir eingeheizt, es knistert im Ofen, die Gerstensuppe bruzelt, das Kaffewasser heiss und in der Alpstube wird es wohlig warm. Durchs Fenster beobachten wir Gämsen und zwei Hirschkühe, bestimmt haben sie unseren Einzug genauestens mitverfolgt. 


Wir freuen uns auf das einfache, schöne Leben auf der Alp Bärlaui. Alle die uns besuchen möchten, sind herzlich willkommen


Übrigens: Corona und Massnahmen die niemand versteht haben wir im Tal gelassen. Wenn ihr uns besucht, tragt es nicht in eurem Rucksack mit zu uns hoch😉

Im Schnee
Im Schnee

Alp Bärlaui 2021

Bei schönstem Wetter haben wir ende Februar unsere Tour am Wägitalersee gestartet, das Ziel war klar: Alp Bärlaui

Aufwärts ging es über den Schmugglerweg, es war ein ziemlicher Hürdenlauf. Viele Bäume versperren den Durchgang, die zahlreichen Spuren im Schnee zeigen aber, dass nicht Wenige den Pfad benutzen.

Der grösste Teil der Alp Bärlaui liegt noch unter einer dicken Schneeschicht. Links und rechts von der Hütte haben Lawinen ihre Spuren hinterlassen,  Hütte und Stall sind unversehrt, doch die Transportbahn scheint etwas abbekommen zu haben. Das wird im Sommer noch ziemlich Arbeit geben, bis diese Weiden wieder geräumt sind.

Wir geniessen einen herrlich warmen Nachmittag vor der Hütte und staunen über die vielen Wanderer und deren teils bedenkliche Ausrüstungen...

 

Gegen Abend machen wir uns auf den Weg talwärts, dieses mal über den offiziellen Wanderweg, den wir auch mit unserem Vieh benutzen. Etwa in der Hälfte des Weges haben sich mehrere Bäume gelöst und sind mitsamt Hang und (im letzten Jahr neu erstellter) Brücke ins Bachbett gestürzt. Wir klettern über die Geröllhalde, mit Vieh ist hier definitiv kein Durchkommen möglich.

 

Fazit des eigentlich sehr schönen Tages: es wartet seeehr viel Arbeit auf uns!